Im Januar 2000 führte mich meine Reiselust nach Mexico. Über die TUI
buchte ich zwei Wochen im Hotel
RIU Tequila in Playa del Carmen
auf der Halbinsel Yucatan. Das erst 1998 neu eröffnete RIU Tequila
ist eines von drei RIU-Hotels in Playacar, einem Vorort von
Playa del Carmen. Meiner Meinung nach auch das schönste und
gemütlichste. Es liegt zwar nicht direkt am Strand wie die anderen
beiden, das RIU Yucatan und das RIU Palace, aber dafür hat es eine
schönere Gartenanlage und einen 1500-qm-Pool mit Restaurant und
Pool-Bar. Den wunderschönen weißen Sandstrand beim
RIU Yucatan erreicht man über einen gepflasterten Weg in
ca. 500 m. Wem das zu weit ist, der kann sich auch mit einem Shuttle-Bus,
der den ganzen Tag zwischen RIU Tequila und Strand pendelt, dorthin
bringen lassen.
 Riviera Maya |
 Strand vom Riu Yucatan |
 Meeresblick |
 Pool 1 mit Restaurant |
 Pool 2 |
Im RIU Tequila hat man die Wahl zwischen zwei Restaurants (eines mit
reichhaltigem Buffet und eines mit Menu) und zwei Bars.
Da man aber auch alle Einrichtungen des RIU Yucatan mitbenutzen darf,
stehen dem All-Inclusive-Gast insgesamt vier Restaurants und vier Bars
zur Verfügung. Das Essen und der Service sind, wie in allen RIU-Hotels
einsame Spitze. Man weiß vor lauter Auswahl überhaupt nicht
mehr, was man denn nun essen soll. Und das den ganzen Tag. Essen und
Trinken von morgens 7 Uhr bis abends 23 Uhr was das Herz begehrt.
Das Hotel verfügt über ca. 700 Zimmer in zweigeschossigen
Gebäuden, die großzügig rund um die Poolanlage verteilt
sind. Davon sind 3 Zimmer rolli-freundlich. In den geräumigen Zimmern
mit Balkon befinden sich zwei King-Size-Betten, ein Tisch mit Sesseln, ein
Schreibtisch und ein großes Bad mit Dusche und WC. Die Mini-Bar wird
jeden Tag aufgefüllt. Wer es nicht lassen kann, dem steht ein SAT-TV
mit deutschem Programm zur Verfügung.
 Eingang zum Hotel |
 Hier links war unser Zimmer |
 Lobby |
 Restaurant Jalisco |
Yucatan ist ein touristisch relativ junges Land. 1970, als Cancun noch gar
nicht existierte und Playa del Carmen noch ein winziges Fischerdorf war,
beschloß die mexikanische Regierung, entsprechend dem Vorbild von
Acapulco an der Pazifikküste, Yucatan touristisch zu erschließen.
Cancun wurde damals für 35.000 Einwohner ausgelegt. Inzwischen wohnen
dort 500.000 Menschen! Am 25 Kilometer langen Strand von Cancun sind 120
Hotels gebaut worden. Playa del Carmen ist viel kleiner. Es hat seinen
mexikanischen Charme behalten. Die Hotels befinden sich hauptsächlich
im Vorort Playacar. Und dort ist zur Auflage gemacht worden, daß kein
Gebäude die Palmen überragen darf. So sind hier flächenmäßig
große Hotelanlagen mit wunderschönen Gärten entstanden.
Die Mexicaner sind ein freundliches, hilfsbereites Volk. Sie können
nie Nein sagen. Carlos, unser Reiseleiter, sagte uns: Wenn man einen
Mexicaner nach dem Weg fragt, weiß er immer Bescheid. Darum muß
man immer mehrere Leute fragen. Und die Antwort, die man am häufigsten
bekommt dann befolgen.
 Tequileria in Playa del Carmen |
 Mexikaner |
 Tortilla-Bäckerin |
 Folklore-Show |
Die wahrscheinlich größte Attraktion Yucatans ist
Chichen Itza.
Die ca. 300 Kilometer von Playa del Carmen entfernte Mayastadt wurde
vermutlich um 450 gegründet. Schon die Spanier waren von der
24 Meter hohen Kukulcan-Pyramide schwer beeindruckt. An allen vier Seiten
führen 91 Stufen zur obersten Plattform, auf der ein 6 Meter hoher
Tempel steht. Diese Plattform miteingerechnet sind es 365 steile Stufen
bis zum Heiligtum - entsprechend den Tagen eines Jahres.
Daß die Maya begnadete Astronomen waren, beweist auch das Observatorium.
Der Tempel der Krieger mit seinem viel fotografierten Regengott Chac Mool
darf nur noch von der Ferne bewundert werden. Der Ballspielplatz, die
Gruppe der Tausend Säulen, das Beinhaus und der Jungfrauenbrunnen
sind weitere Zeugen der ruhmreichen Vergangenheit der Maya.
 Pyramide des Kukulcan |
 Kriegertempel |
 Observatorium |
 Tausend Säulen |
Tulum
ist die einzige Mayafestung direkt an der Karibikküste. Hier
gibt es keine so beeindruckenden Bauten wie in Chichen Itza. Aber dafür
haben sie faszinierende Details wie Stuckreliefs, Masken und Säulen.
Vor allem hat man hier eine phantastische Sicht auf die smaragdgrüne
Karibik. Wer will, kann direkt zu Füßen der trutzigen Stadt
ins kristallklare Wasser springen.
 Fliegende Männer |
 Tempel des Windes |
 Ruinen von Tulum |
 Strand von Tulum |
 Castillo der Haupttempel |
Ein weiteres "must see" Yucatans ist das 10 Kilometer südlich von
Playa del Carmen gelegene
Xcaret,
ein riesiger Freizeitpark mit vielen
Attraktionen. Dafür sollte man sich schon einen ganzen Tag Zeit
nehmen. Die Mehrzahl der über eine halbe Million Besucher im Jahr
hat nur ein Ziel: den unterirdischen Fluß, 500 Meter lang kann man
sich im glasklaren Wasser von der sanften Strömung dieses
Cenote-Systems treiben lassen, durch Höhlen und Gänge, die
ausreichend Tageslicht erhalten. Cenote sind runde, steilwandige
Wasserbecken, die durch den Einsturz einer Höhlendecke entstanden sind.
Danach lockt weißer Sand an einer familienfreundlichen Bucht, der
Blue Lagoon. Wer will, kann auch schnorcheln, mit Delfinen schwimmen, in einer
Hängematte schaukeln oder den Öko-Archäologischen Park erkunden.
In Freigehegen gaukeln Schmetterlinge umher, tummeln sich Affen, Frettchen,
Flamingos und Tukane neben anderen exotischen Tieren. Das Jaguar-Pärchen
Chac und Mool räkelt sich tagsüber nur faul im Schatten. Stolz
berichten die Führer von den Erfolgen bei der Vogel- und Schildkrötenaufzucht.
Sogar Korallenkolonien sind schon im Aquarium geboren und wieder ausgesetzt
worden.
Xcaret war bei den Maya ein heiliger Ort. Durch das verzweigte Höhlensystem
führt ein Weg in ein nachgebautes vorspanisches Dorf mit Kanälen,
Tempeln, Festplatz, Markt und Hütten, das abends durch eine
phantasievolle Show mit Geisterbeschwörung belebt wird und
Mayakünstlern die Möglichkeit gibt, ihre Schnitzereien, Flecht-,
Web- und Lederarbeiten zu verkaufen. Jeden Abend findet auch ein
faszinierendes Maya-Ball-Spiel und in einem wunderschön illuminierten,
direkt am unterirdischen Fluß gelegenen Amphitheater eine
mexikanische Folkloreshow statt.
 Flamingos |
 Eingang zu den Höhlen |
 Mayadorf |
 Wasserfall |
 Unterirdischer Fluß |
 Blue Lagoon |
 Delphinshow |
 Schnorchler |
 Leguan |
 Maya-Ball |
Die Betreiber von Xcaret haben auch den
Parque Natural Xel-Ha gepachtet
und das Schnorchelparadies mit seinen Meeresarmen und Süßwasserlagunen
um weitere Attraktionen ergänzt. Ein sorgfältig angelegter
Dschungelpfad folgt einem Fluß bis zur Quelle in einem Cenote
(Wasserloch). Xel-Ha bedeutet: wo das Wasser geboren wird.
Unterwegs sieht man Vögel, Schmetterlinge und Leguane.
Man hat hier phantastische Ausblicke auf das türkisblaue Wasser.
Schließlich kann man sich in einem Reifen zur Schnorchellagune
zurücktreiben lassen um dort mit den Fischen um die Wette zu schwimmen.
 Schnorchelparadies |
 Meeresarm |
 Flußlauf |
 Cenoten |
 Papageien |
 Am Strand von Xel-Ha |
Mexico ist wirklich eine Reise wert. Die 2 Wochen vergingen wie im Flug.
Das Hotel RIU Tequila ist sehr empfehlenswert. Das war bestimmt nicht meine
letzte Reise nach Mexico.
zurück zu URLAUB
Copyright © 2000 Jürgen Schuhmair