Da es uns letztes Jahr im RIU Tequila in Mexiko so gut gefallen hat, versuchten wir es im März/April 2001 mit dem RIU Naiboa in der Dominikanischen Republik. Und auch dieses Hotel wird den RIU-Ansprüchen voll gerecht. Obwohl ich kurz vor Urlaubsantritt noch auf eine Website stiess, deren Herrchen kein gutes Haar an diesem Hotel liess: vergammelt, dreckig, schlechter Service, unfreundliches Personal ... Ausserdem las ich dort, dass das Hotel ab 19. April, also drei Tage nach meinem Abreisetermin, für zwei Monate zwecks Renovierungsarbeiten geschlossen werden soll. Nach einem solchen Bericht, kommen schon gemischte Gefühle in einem auf. Und dafür hat man nun soviel bezahlt. In dieser Bruchbude sollen wir 3 Wochen "Urlaub" machen. Nun gut, das mit der Renovierung stimmte. Aber trotzdem war das Hotel in einem guten Zustand und alles blitzblank sauber. Die Architektur entspricht vielleicht nicht mehr neuestem Stand. Aber das kann man von einem Hotel, das schon fast 10 Jahre alt ist, wohl auch nicht erwarten. Wir waren sehr zufrieden und die allermeisten der anderen Gäste, mit denen wir sprachen ebenfalls. Und wenn das Hotel jetzt von Grund auf renoviert und alle Zimmer neu möbliert werden, wird wohl wirklich niemand mehr meckern können.


RIU

Pool im RIU Naiboa I

Pool im RIU Naiboa II

Karibische Strasse


Das RIU Naiboa liegt in Punta Cana im RIU Resort. Endlose Palmenwälder, das türkisblaue Wasser und herrliche, kilometerlange, weisse Korallenstrände bestimmen das Landschaftsbild im Südosten der Dominikanischen Republik. Das Resort umfasst fünf Hotels in einer riesigen Anlage: RIU Naiboa, RIU Taino, RIU Melao, RIU Palace Macao und RIU Bambu. Insgesamt knapp 2000 Zimmer, All-inclusive. Alle Hotels bis auf das Naiboa liegen direkt am Strand. Das Naiboa liegt hinter dem Taino und den Strand erreicht man leicht über die "Karibische Strasse" nach ca. 500 m. Das gesamte Resort hat eine Grösse von ungefähr zwei Quadratkilometern und einen Strandabschnitt von etwa einem Kilometer Länge. Ein Riesenteil! Da braucht man am Anfang wirklich eine Karte um sich zurechtzufinden. Und mittendurch verläuft die "Karibische Strasse" mit Läden aller Art, Pizzeria, Apotheke, Arzt, Massagesalon, Friseur, Disco, Internet Cafe ... Aber alles wahnsinnig überteuert.

Gleich neben dem Eingang zum Resort liegt die Zentralverwaltung aller RIU-Hotels in der Dominikanischen Republik, Bedienstetenwohnungen, Schule und Kindergarten. Bis vor ein paar Jahren mussten die meisten der Angestellten noch jeden Tag von weit her zur Arbeit fahren. Damals passierten sehr viele Unfälle, oft auch mit tödlichem Ausgang. Daher wurden kurzerhand Wohnungen fürs Personal und deren Familien gebaut. Auch an eine Schule und Kindergarten wurde gedacht. Das ganze Resort ist wie eine kleine Stadt.


Bungalows im RIU Taino

Pool im RIU Taino I

Pool im RIU Taino II

Strandpromenade



Strand I

Strand II

Strand III

Pool im RIU Bambu


Da im Naiboa ausschliesslich All-inclusive angeboten wird, kann man hier, ganz RIU-like, von 7.00 bis 24.00 Uhr essen und trinken bis zur Erschöpfung. Buffets hier und Buffets da. Frühstück, Mittag- und Abendessen werden im Restaurant eingenommen. Gäste des RIU Naiboa dürfen sich aber ausser in der Snackbar "Bachata" auch jederzeit in den Strandbars des RIU Taino und RIU Melao sowie in der Pizzeria stärken. Ausserdem können die Einrichtungen aller 5 Hotels, einschliesslich des Casinos im RIU Palace, mitbenutzt werden.

Das Personal mitsamt den beiden Direktoren ist sehr freundlich und zuvorkommend. Es wird einem jeder Wunsch von den Augen abgelesen. Und, wenn machbar, auch umgehend erfüllt! Auch das Animationsteam, allen voran George Weigel (Sohn von Theo Weigel hahaha), ist einsame Spitze.


Urlauber

Im Restaurant

Merengue

Tanz der Köche



Buffetkunst I

Buffetkunst II

Buffetkunst III

Happy Birthday



Mit Silvia und Friedrich an der Bar

Friedrich in Action

Hibiskusblüte


Die Dominikanische Republik ist ein Land der Superlative und Gegensätze. Neben Ruhe und Abgeschiedenheit an den legendären Palmenstränden findet man faszinierende Berglandschaften und mit dem Pico Duarte (3175 m) den höchsten Berg in der Karibik.
In den grünen Tälern der Cordillera Central etwa wachsen Ananas und Erdbeeren, laden Flüsse zu Kanufahrten und dichte Wälder zu Erkundungstouren ein. Ungemein fruchtbar wiederum ist das Cibao-Tal mit seinen silbrig glänzenden Tabakfeldern, den Obst- und Gemüseplantagen und der sattroten Erde.
Ganz andere Eindrücke und ein kurioses Mikroklima hält dagegen die Enriquillo-Senke bereit. Sie liegt 40 m unter dem Meeresspiegel, ist sehr heiss und wüstenartig trocken und umschliesst den salzhaltigen Enriquillo-See. Auf der unbewohnten Insel Isla Cabritos in seiner Mitte leben fast ungestört von der Zivilisation Krokodile und Flamingos.

Vor der idyllischen Halbinsel Samana mit dichten Palmwäldern und weissen Sandstränden treffen sich von Januar bis März die Buckelwale. Die gigantischen und sensiblen Meeressäuger lieben das warme Wasser der tiefen Bucht, um sich zu paaren.
Am südlichen Ufer der Bucht erstrecken sich die riesigen Mangrovenwälder und Kalksteinhöhlen des Nationalparks Los Haitises, dessen verwinkelte Kanäle und Wasserstrassen man nur mit einem kleinen Boot erreicht. Vor der Küste liegen zum Teil unbewohnte Inseln, die Visionen von gestrandeten Seefahrern, Piratenschätzen oder der paradiesischen Ein-Personen-Insel wachrufen.
Schliesslich vermitteln die Zuckerplantagen hinter La Romana und die satten Viehweiden um Higüey, durchzogen von Flüssen und unterbrochen von kleinen Dörfern, weitere Eindrücke des Eilandes.
Nicht zu vergessen Santo Domingo, die lebendige und quirlige Hauptstadt - sie ist die älteste Stadt der Neuen Welt und kann ausserdem noch das erste Krankenhaus und die erste Universität des Kontinents vorweisen. Hier steht auch das einzige Denkmal der Entdeckung Amerikas, der Faro a Colon.

Doch die Liste der Besonderheiten ist damit noch nicht erschöpft: Die Insel Hispaniola hat die meisten geschützten Nationalparks der Karibik und zwei Länder auf ihrem Territorium, denn die Dominikanische Republik teilt sich die Insel mit Haiti.

Da die Entfernungen zu den meisten Sehenswürdigkeiten von Punta Cana aus zu gross sind (3 1/2 Stunden Busfahrt nach Santo Domingo!), man daher entweder fliegen oder einen mehrtägigen Ausflug einplanen sollte, und die anderen Trips für Rollifahrer gänzlich ungeeignet waren (Reitausflug, Rafting, Höhlenkraxeln, Speedboat ...), mieteten wir uns für einen Tag ein Taxi und fuhren nach Higüey und Altos de Chavon.
Die 50 km zum 40.000 Einwohner zählenden Wallfahrtsort Higüey gings vorbei an Zuckerrohrfeldern, Mahagonibäumen, grünen Hügeln und kleinen Dörfern. Da unser Fahrer kein Wort Deutsch und genausowenig Englisch konnte, nahmen wir uns an der Basilika einen Führer, der uns die Stadt zeigte und anschliessend auch gleich mit nach Altos de Chavon fuhr. "Meine liebe Gäste!"
Der indianische Name Higüey weist darauf hin, dass es bereits eine Siedlung der Ureinwohner gab, als die Spanier 1494 den Ort gründeten. Zentrum der Marienverehrung ist die eher düstere Betonbasilika aus den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts. Hier hängt ein Bild der Jungfrau, das seit 1669 als wundertätig verehrt wird. Die Basilika besitzt das grösste Glockenspiel Amerikas. Ausser dem Obst- und Gemüsemarkt gibt es in der Stadt nichts interessantes mehr zu entdecken. Francisco, unser Führer, schleppte uns noch in einen Souvenirladen und war ganz stolz: "Haben auch schon Supermarkt. Haben auch schon Kino ..."


Basilika in Higüey

Markt in Higüey I

Markt in Higüey II

Zuckerrohrernte


Unser nächstes Ausflugsziel Altos de Chavon war da schon um einiges interessanter. Das Künstlerdorf ist Stein gewordener Traum des ehemaligen Präsidenten der amerikanischen Zuckerkompagnie Gulf & Western Charles Bluhdorn, der in den 70er Jahren diese detailgetreue Kopie eines mediterranen Dorfes bauen liess. Das Ganze passt zwar überhaupt nicht in die Dominikanische Republik, aber romantisch ist es trotzdem. Reizvolle Gassen mit Kopfsteinpflaster und Plätze mit schönen Brunnen laden zum Flanieren und Verweilen ein. Galerien, elegante Boutiquen und exquisite Restaurants locken viele Besucher an. Das grosse Amphitheater mit 5.000 Plätzen ist eines der renommiertesten Kulturzentren des Landes. Hier treten die Superstars der dominikanischen Musik (z.B. Juan Luis Guerra) oder internationale Grössen wie Ricky Martin und Julio Iglesias (der gleich nebenan eine Villa hat) auf.
In der Kirche San Estanislao liegt das Grab des polnischen Heiligen Stanislaus. Vom Kirchplatz aus hat man einen atemberaubenden Blick auf den Rio Chavon, wo u.a. der Film Apocalypse Now gedreht wurde. Leider war es an diesem Tag in Altos de Chavon bewölkt.





Nach diesem anstrengenden Tag ; - ) war wieder 2 Wochen lang Erholung mit Baden, Faulenzen, Merengue, Bingo, Pina Colada und Buffet angesagt. Das Wetter war die ganzen 3 Wochen phantastisch. Sonne pur mit weissen Wölkchen, unterbrochen von kurzen tropischen Regengüssen, die aber immer nur 10 bis 15 Minuten dauerten. Jeden Tag Lufttemperatur von etwa 30°C und Wassertemperatur von 27°C. Durch den mitunter starken aber warmen Wind kam es einem aber nie heiss oder gar schwül vor. Ein sehr angenehmes Klima. Auch zur Regenzeit im Sommer, wo es statt einmal 10 Minuten vielleicht zwei- oder dreimal kurz regnet, aber oft nachts. Hier könnte man es durchaus für länger (immer?!?!) aushalten.

Ostern ist in der Dominikanischen Republik ein Freudenfest - die ganze Karwoche Feiertag. Am Mittwoch und Donnerstag vor Ostern sind die Dominikaner in unser Hotel "eingefallen", ganze Clans, mit Kind und Kegel. Insgesamt an die 500. George, der Animateur, sagte: Das sind die Millionäre von Santo Domingo. Die Dominikaner feiern Ostern wie wir Karneval. Manche Gäste regten sich darüber auf, dass es jetzt so laut zuging und "die sich so aufführen". Wenn diese Touris mit der Mentalität der Einheimischen in einem fremden Land nicht klar kommen, haben sie dort auch nichts verloren! Mich hat das jedenfalls überhaupt nicht gestört. Im Gegenteil, da war endlich mal Leben in der Bude ; - ) Am Ostersonntag dann reisten schlagartig alle wieder ab - und Ruhe kehrte ein.


Poolbar im RIU Taino

Kraxler

"Einkaufsstrasse" am Strand







So ging auch diesmal wieder ein sehr erholsamer Urlaub nach drei viel zu kurzen Wochen viel zu schnell zu Ende. Und wie immer sage ich auch diesmal: Ich komme bestimmt mal wieder. Hoffentlich bald!


On the Beach

Vollmond

Flughafen


Weitere Dominicana-Links:

Dominicana-online: Reiseführer Dominikanische Republik
DR-ProTravel - Dominikanische Republik nicht nur aus touristischer Sicht
Die Dominikanische Republik kennenlernen und verstehen
Die Dominikanische Republik
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